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In 4 einfachen Schritten zum angstfreien Arztbesuch

Dein nächster Kontroll- oder Arzttermin steht an und du hast panische Angst davor? In diesem Blog-Artikel möchte ich dir ein paar Tipps an die Hand geben, wie dein Arzttermin kein Horrortrip mehr für dich sein muss!

Gerade wenn du eine chronische Erkrankung wie beispielsweise Mukoviszidose hast, gehören die regelmäßigen Kontrolltermine einfach dazu. Aber natürlich betrifft dieses Problem nicht nur chronisch Kranke, sondern jeden, denn schließlich muss jeder mal zum Arzt.

Und wenn der Besuch jedes Mal schweißgebadet endet, ist das auf Dauer ziemlich anstrengend. Ich selbst habe auch vor gewissen Dingen Angst, wenn ich zum Arzt gehen muss. Beispielsweise vor der Blutabnahme. Und da kommen wir auch schon zu Schritt Nr.1:

Schritt 1: Werde dir bewusst, vor was genau du Angst hast!

Häufig hört man im Alltag Sprüche wie: „Oh je ich muss wieder zum Zahnarzt, vor dem habe ich doch so viel Angst.“ Aber vor was genau eigentlich? Kannst du ganz genau formulieren, vor was du Angst hast? Du wirst sehen, das kann dir schon helfen. Denn dadurch ist die Sache, die dir Angst macht, nicht mehr so mächtig und unlösbar. Denn zum Arzt musst du so oder so, aber wenn du dir darüber im Klaren bist, was genau deine Angst auslöst, dann kannst du mit ihr besser umgehen.

Schritt 2: Überlege dir, warum du davor Angst hast!

Suche einen Grund, weshalb du diese Angst hast. Gab es einen Auslöser dafür? Hast du schlechte Erfahrungen gemacht? Gibt es diese Angst schon immer oder erst seit einem bestimmten Augenblick?

Häufig ist man sich nicht darüber bewusst, woher die eigene Angst eigentlich kommt. Und da man sich logischerweise ungern mit seiner Angst beschäftigt, geht man diesen Fragen im Alltag häufig aus dem Weg. Doch jetzt stellst du dir diese Frage ganz bewusst.

Du hast keinen Auslöser gefunden? Dann überlege doch mal, was das Schlimmste ist, was dir bei dem Arzttermin passieren könnte. Denn Angst ist eine Emotion, die uns schützt. Kannst du herausfinden, vor was sie dich schützt?

Schritt 3: Nimm deine Angst bewusst an!

Es ist wichtig, dass du deine Angst bewusst annimmst. Das klingt jetzt vielleicht für dich komisch, aber das ist gar nicht so schwer. Du darfst nicht gegen deine Angst ankämpfen, sondern musst sie akzeptieren. Jeder Kampf kostet dich Energie und lässt deine Angst noch weiter wachsen. Akzeptiere, dass du diese Angst hast und lasse zu, dass sie sich verändert. Halte nicht an deiner Angst fest, sondern sage dir ganz bewusst – und wenn du magst auch laut – dass du sie überwinden darfst.

Du kannst dir das zur Vereinfachung auch bildlich vorstellen. Die Angst ist ein schwerer Stein in deiner Hand. Sobald du akzeptierst, dass du diesen Stein tragen sollst, kannst du deine Hand öffnen und der Stein kann sich aus deiner Hand lösen.

Schritt 4: Überlege dir, was dir in deiner Situation hilft!

Mache dir eine Liste mit Dingen, die du tun kannst, wenn deine Angst hochkommt. Was könnte dir noch helfen, die Angst einzudämmen, damit sie beim nächsten Arzttermin komplett verschwindet?

Das können beispielsweise Dinge wie Belohnungen sein, wenn du etwas schaffst. Ich habe dir ja schon erzählt, dass ich große Angst vor dem Blutabnehmen habe. Das letzte Mal, als es dann allerdings so weit war und ich wieder zur Blutabnahme musste, habe ich meine Schritte angewandt und siehe da, es hat viel besser geklappt. Ich habe mir Gummibärchen mitgenommen, die quasi meine Belohnung für die Blutabnahme ohne Tränen sein sollten.

Solche Erfolgserlebnisse zahlen deine Arbeit aus, denn du wirst unglaublich stolz auf dich sein, wenn du es geschafft hast! Denn du warst stärker als deine Angst.

Wichtig finde ich auch immer, dass du mit dem Arzt über deine Sorgen und Bedenken sprichst. Die meisten nehmen dann mehr Rücksicht und erklären dir – wenn du möchtest – alles ganz genau.

Das A und O in meinen Augen ist die Ablenkung! Worauf du deine Aufmerksamkeit legst, entscheidet oftmals über den Ausgang einer Situation. Sorge also für genügend Ablenkung während des Termins. Am besten auch schon davor im Wartebereich. Nimm dir etwas mit, was dich entspannt, beispielsweise Bücher, Hörbücher etc. Und wenn du im Termin bist, dann denke einfach an etwas anderes. Überlege dir doch schon vorher, was das sein könnte.

Ich habe einen Liste veröffentlicht, in der 28 alltägliche Dinge stehen, über die du glücklich sein kannst. Schau dir die doch mal an!

Eine Ärztin hat mir mal den Tipp gegeben, die 5-4-3… Regel zu befolgen.

Das steht für fünf Dinge, die du siehst, vier Sachen, die du hörst, drei Sachen, die du fühlst, zwei Sachen, die du riechst und eine Sache, die du schmeckst.

Dadurch werden deine Gedanken nicht mehr bei deiner Angst sein und du bist automatisch weniger angespannt, was bei einer Blutabnahme definitiv von Vorteil ist!

So und jetzt viel Spaß und Gelingen beim Umsetzen. Ich glaube fest an dich, dass auch du es schaffen kannst, deine Angst zu überwinden.

Ich freue mich, wenn du von deinen Erfahrungen berichtest oder noch mehr Tipps in den Kommentaren dalässt!